Leben und leben lassen

Ich kann mich noch genau erinnern, na ja so in etwa jedenfalls, als irgendwann im Frühjahr von diesem Virus aus China berichtet wurde. Da habe ich bei mir gedacht, was für ein Hype, wofür dieser Aufstand – es ist doch alles weit weg. Nun haben wir Ende des Jahres und das was so weit weg war, ist Alltag hier. Wir tragen Masken, desinfizieren und waschen uns permanent die Hände, halten Abstand, beschränken unsere Kontakte. Haben Läden zum 2. Mal geschlossen, fügen uns in all das, was Medien und Politik uns vorgeben. Testen uns mit Wattestäbchen, bis tief in die Nase. Hinterfragen kaum. Nehmen hin.

Anfang des Jahres trennte ich mich von meinem Mann. Lernte nur kurze Zeit später jemanden neues kennen und mögen.

Jemand der Corona und die gesamte politische Einstellung hinterfragt und in Frage stellt. Einen Querdenker also.

Da ich tolerant den Einstellungen anderer gegenüber bin, lasse ich mir von jeher erzählen. Höre seine Meinung dazu, schaue kritische Beiträge und hinterfrage ebenfalls. Sollte nur ein Teil von dem wahr sein… Dann ist COVID 19 unser kleinstes Problem.

Mittlerweile sind wir 6 Monate zusammen und ich habe eine Menge gelesen und gehört. Habe diskutiert und mich gefragt. Es gibt zu jeder Meinung eine oder mehrere Gegenmeinungen. Solange meine Freiheit nicht eingeschränkt wird, ich meine Meinung äußern kann ohne dafür angegriffen zu werden, ist alles in Ordnung. Zumindest wir beide können so miteinander umgehen.

Wir tolerieren die Meinung des anderen. Wir respektieren auch das Anderssein, das Andersdenken mit den Konsequenzen die daraus entstehen.

Hin und wieder befällt mich mit diesem Wissen eine Angst. Nicht die Angst vor Corona. Es gibt schlimmere Erkrankungen, die uns Menschen heimsuchen. Es ist die Angst vor dem, wie es weitergeht. Es kann, egal was irgendwer sagt, nie wieder dorthin zurück gehen wo es einmal war. Eine Pandemie verschwindet nicht einfach und ein nicht erprobter Impfstoff hält das nicht auf.

Keiner der Impfstoffhersteller, ob Pfizer, Moderna oder Biotec wissen wie ihr Präparat wirkt, wie lange es wirkt, wie oft es verabreicht werden soll, welchen Nutzen es also auf lange Sicht bringt. Von langfristigem Gewinn für unsere Welt ganz zu schweigen, von Langzeitschäden ebenso. Gewinn macht hier nur einer.

Was wollen wir Menschen eigentlich, wovor haben wir Angst? Vorm Tod? Vorm frühen doch allemal! Wir rennen vor allem davon. Interessierte uns bisher nicht, was wir Tag täglich essen und trinken, mit was wir uns pflegen, was wir für Gifte in Kleidungsstücken haben – ach die Liste ist lang – haben wir nun plötzlich Angst. Todesangst! Angst, dass uns so ein Virus dahin rafft. Plötzlich ist das Interesse geweckt. Wenn wir uns mit Umweltgiften, Alkohol und Zigaretten, mit Nahrung aus Massentierhaltung, gentechnisch veränderten Lebensmitteln ganz langsam umbringen ist es uns egal. Aber wenn ganz plötzlich unser Leben bedroht ist und Angst auf allen Ebenen geschürt wird – dann, ja dann wird es Zeit etwas zu tun. Plötzlich werden Politiker aktiv. Bisher schaffen sie es nicht, z.B. eine Lebensmittelampel einzuführen, zum Schutz aller und gegen die Pantscherei der Lebensmittelindustrie. Oder gegen Tierversuche und Massentierhaltung sinnvolle Gesetze zu erlassen. Für den Klimaschutz das Treiben großer Konzerne einzugrenzen. Das Sterben der Menschen durch ungesunden Lebenswandel ist wahrscheinlich auf lange Sicht gesehen gravierender, als das Sterben an COVID 19. 100.000 sterben an den Folgen von Überernährung und Fehlernährung allein in Deutschland. Die Folgeerkrankungen sind bestimmt nicht angenehmer, als die Begleiterscheinungen einer COVID Erkrankung.

Mit einem Virus ist es nun möglich alles und jeden einzuschränken, sei es Gesunden Masken aufzuerlegen, sei es Geschäfte zu schließen und Ausgangssperren zu verhängen. Das Recht der Menschen auf freie Meinungsäußerung zu beschränken, Gesetze zu beschließen, die uns irgendwann vielleicht einmal zum Nachteil sein werden. Wir tun es, unreflektiert, aus der Angst heraus, selbst betroffen sein zu können. Angst war aber selten ein guter Ratgeber.

Wäre es nicht sinnvoller die zu schützen, die gefährdet sind, an sie zu appellieren, sich zu isolieren? Sie zu unterstützen in ihrer Isolation, anstatt alle anderen. Unsere Isolation hat nichts gebracht, außer Sterbende die alt und multimorbide sind zu isolieren, von Familien und Freunden, von Zuwendungen in den letzten Lebenswochen. Außer eine Wirtschaft gegen die Wand zu fahren. Wir sind weit entfernt von einer Normalität, werden dorthin auch nie wieder zurück kehren können.

Das wir uns einschränken aus Sorge um unsere Gesundheit und unser Leben, okay nachvollziehbar. Menschlich.

Wieso sorgt sich aber niemand darum, was es für die Wirtschaft bedeutet? Für unser aller Existenz? Wir erkaufen uns unseren Schutz mit dem Ruin vieler kleinerer und mittlerer Unternehmen. Wir stärken große Konzerne wie Amazon und die vielen Online Händler.

Uns geht es dabei noch gut, wir leiden vielleicht daran nicht mehr ganz so viel kaufen zu können, vielleicht unsere Wünsche nicht mehr erfüllt zu bekommen. Luxuswünsche. Zum Leben haben wir alle genug.

In unserer globalen Welt, in der alles miteinander verwoben ist, trifft es aber uns nur hart. An die Substanz geht es dort, wo z.B. Billiglöhner Produkte herstellen. In der 3. Welt – in Asien, Afrika – dort wo Unternehmer eben billig produzieren lassen, damit ihre Gewinnmarge möglichst hoch ist. Da wo Menschen auf Märkten ihr eigen angebautes Obst/Gemüse verkaufen, um überleben zu können. Was geschieht dort? Wie fängt ein Land das arm, überbevölkert, korrupt ist Menschen auf, die durch diese Pandemie ihre Arbeit verlieren? Wie kommen sie zurecht in dieser Zeit. Sie haben ihre Jobs verloren, die ihre Existenz sichern und damit ihr Leben und das ihrer Familie. Warum spricht niemand darüber?

Die Nachrichtenagenturen erzählen jeden Tag von Zahlen, von politischen Entscheidungen, von Strategien und sie reden sich um Kopf und Kragen und die die zuhören um den Verstand.

Geht es uns schlecht durch Corona, geht es den Armen in dieser Welt beschissen. Aber niemand redet darüber.

In Abhängigkeit davon, dass unser Konsum funktioniert, sind diese Länder gerade richtig schlecht dran. Denn auch dort wird nicht produziert, weniger gearbeitet, weniger konsumiert. Bedeutet es für uns nur Verzicht, bedeutet es dort Hunger, Obdachlosigkeit und keine Chance. Ob die Menschen dort an Hunger oder Corona sterben, ist es uns egal?

Wir glauben uns geht es schlecht, wir haben Sorge um unsere Gesundheit und unser Leben. Wir tragen Masken, halten uns mit allem zurück was Freiheit bedeutet. Wir möchten Querdenker am liebsten auf den Mond schiessen, gefährden sie doch alles was uns heilig ist. Wir tragen alles was uns geschieht mit stoischer Ruhe, hören was uns litaneiartig zu jeder Zeit in allen Medien unterbreitet wird, wir glauben daran.

Warum, glauben wir? Ja genau, weil wir Angst haben. Um unsere eigene Existenz, um nichts anderes mehr. Wir sind uns selbst der Nächste. Unter dem Deckmantel „ich trage Maske und schütze damit andere“ können wir es nicht ertragen Menschen ohne selbige zu begegnen, verteidigen wir unsere Meinung bis aufs Blut. Querdenker sind Feinde der Gesellschaft, gefährdet den Fortschritt in der Bekämpfung der Pandemie.

Wir alle sitzen auf einem ziemlich hohen Ross, uns geht es allen zu gut. In der Gesellschaft in der wir leben ist der Einzelne nichts wert, und unser einziger Wert ist das Leben – um jeden Preis. Wir haben verlernt nach rechts und links zu schauen, verloren was uns ausmacht. Haben die Demut nicht mehr, haben keinen Glauben. Keine eigene Meinung mehr und keinen Mut.

Ich weiß noch gar nicht so recht, was ich glauben soll und kann. Ich kann und ich werde aber weiter die Augen offen halten und Fragen stellen. Mir selbst vor allen Dingen und horchen, was mein Gefühl mir sagt.

Momentan sagt es mir, es gibt Gegenstimmen und auch gute Argumente gegen die derzeitige Politik. Es gibt Gesetzesänderungen die uns alle betreffen. Es gibt Einschränkungen die wir alle mittragen werden, früher oder später.

Es gibt absolute Verlierer und das sind nicht wir. Das sind die, die sowieso nichts haben. Und dann, wenn es in einer „Demokratie“ nicht mehr um die Schwachen geht – dann darf, sondern muss man sich fragen, was da nicht in Ordnung ist.

Liebe Leute. Angst ist ein starker Motivator, aber bitte bitte lasst das Denken nicht sein. Hört mal andere Meinungen. Bleibt offen. Überleg mal wer einen Nutzen haben könnte, z.B. an Impfungen in diesem Maßstab. Lasst euch nicht einlullen. Ihr bestimmt das Leben von morgen, das Leben eurer Kinder und Enkel.

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